Loutro ist nur per Fähre oder zu Fuß erreichbar. Das ist kein Zufall. Es ist der Grund, warum hier alles anders ist.
Die Fähre von Chora Sfakion braucht zwanzig Minuten. Man umrundet eine Landzunge und das Dorf erscheint in einer hufeisenförmigen Bucht: zwanzig oder dreißig weiße Gebäude, eine Uferpromenade mit Tavernen, Boote am Kieselstrand, Katzen auf jeder Mauer. Es gibt keine Autos. Es gibt keine Straßen. Es gibt keinen Zugang außer über das Meer oder einen zweistündigen Fußmarsch über den Küstenpfad von Sfakia.
Das Fehlen von Autos verändert alles. Die Gassen, eigentlich nur Pfade zwischen den Gebäuden, sind gerade breit genug für eine Person, die Einkäufe trägt. Kinder spielen darin ohne Gefahr. Am Abend, wenn die Tagesgäste mit der letzten Fähre zurückgefahren sind, ist das Dorf vollkommen still, abgesehen vom Meer und den Gesprächen an den Tavernentischen.
Die Bewohner
Etwa dreißig Menschen leben das ganze Jahr über in Loutro. Vorräte kommen mit der Fähre: Lebensmittel, Baumaterial, alles. Nichts kommt mühelos an, also wird nichts verschwendet.
Schwimmen
Das Schwimmen in Loutro ist außergewöhnlich. Die Bucht ist fast immer ruhig, durch die Landzungen vor den vorherrschenden Winden geschützt. Das Wasser ist bis in fünfzehn Meter Tiefe klar. Ein zehnminütiger Spaziergang entlang des Küstenpfades nach Osten bringt einen zum Strand von Finix, meist ruhig mit einer kleinen Taverne.
Über Nacht bleiben
Das Dorf verändert sich nach der letzten Fähre. Abendessen in der Taverne Sifis um 20:30 Uhr. Der Fisch kam am selben Morgen aus den Netzen. Der Wein ist lokal. Die Katze unter Ihrem Stuhl ist seit acht Jahren bei jedem Abendessen dabei. Das ist die Version von Loutro, die das Fährticket wert ist.
Nehmen Sie die Nachmittagsfähre von Sfakia und bleiben Sie mindestens eine Nacht. Der Abend und der Morgen, wenn die Tagesgäste fort sind, sind der Grund herzukommen.